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Grundsätzliches zur Libor-Hypothek

Donnerstag, 05. September 2013
Tags: Festhypothek, Hypothekarzins, Libor-Hypothek

Die Libor-Hypothek (auch Geldmarkt-Hypothek oder Rollover-Hypothek genannt) ist nach der Festhypothek das gängigste Hypothekarprodukt im Schweizer Markt. Die Libor-Hypothek zeichnet sich dadurch aus, dass der Zinssatz innerhalb der bei Vertragsunterzeichnung festgelegten Rahmenlaufzeit regelmässig angepasst wird. Dieser Zinssatz basiert auf dem Libor-Satz (London Interbank Offered Rate), welcher täglich in London neu fixiert wird.

Konkret setzt sich der Kundensatz für die Libor-Hypothek aus dem Libor-Satz und der Kundenmarge zusammen. Die Höhe der Kundenmarge hängt vom Kundenrating ab und ist Verhandlungssache zwischen Bank und Kunde. Je nach Fall bewegt sich die Kundenmarge für eine Libor-Hypothek zwischen 0.60-1.35%.

Die Libor-Hypothek für Kunden mit finanziellem Spielraum

Im Gegensatz zur Festhypothek, bei welcher der Zinssatz bei Vertragsabschluss bereits für die gesamte Laufzeit bekannt ist und unverändert bleibt, unterliegt der Zinssatz der Libor-Hypothek während der Rahmenlaufzeit den Marktschwankungen. Aus diesem Grund eignet sich die Libor-Hypothek nur für diejenigen Kunden, welche eine unerwartete, markante Zinserhöhung problemlos verkraften können.

Vorzeitige Auflösung der Libor-Hypothek

Während der Rahmenlaufzeit kann die Libor-Hypothek im Normalfall problemlos in ein anderes Hypothekarprodukt beim selben Finanzinstitut umgewandelt werden (z.B. in eine Festhypothek). Wünscht der Kunde hingegen, die Bank zu wechseln, muss er den Ablauf der Rahmenlaufzeit abwarten oder die Libor-Hypothek gegen Bezahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig kündigen.

Libor-Hypothek mit Cap

Immer mehr Banken bieten heute auch Libor-Hypotheken mit einem sogenannten Cap (Dach) an, bei welchen die Zinskosten nach oben begrenzt sind. Dabei wird dem Kunden ein Zuschlag zur konventionellen Libor-Hypothek verrechnet.

Historische Entwicklung der Libor-Hypothek

Im historischen Vergleich der letzten 10 Jahre erwies sich die Libor-Hypothek als günstiger als eine Festhypothek. Dies weil die Zinssätze immer wieder gesunken sind. Somit sind die Kunden, welche im letzten Jahrzehnt eine Libor-Hypothek abgeschlossen haben, günstiger gefahren, als diejenigen die in derselben Zeitperiode eine Festhypothek abgeschlossen haben.

Betrachtet man hingegen die Zinssätze für Libor-Hypotheken über einen längeren Zeitraum (siehe Grafik), stellt man fest, dass diese stark schwanken können. So beliefen sich die Kosten für eine Libor-Hypothek anfangs 90er-Jahre auf über 10%. Neben dem Zinsrisiko am Markt ist der Kunde auch der Kreditpolitik der Bank ausgeliefert: Im Jahr 2012 haben konnte nämlich bei vielen Finanzinstituten eine markante Erhöhung der Kundenmargen beobachtet werden. Die Banken begründeten dies mit höheren regulatorischen Erfordernissen.

Die Entwicklung des CHF Libor seit 1990 (Quelle: http://www.homefinance.nl/english/international-interest-rates/libor/libor-interest-rates-chf.asp?i1=5, 05.09.2013)

 

Zukünftige Entwicklung der Libor-Hypothek

Manch ein Kunde fragt sich, ob die Libor-Hypothek sich weiterhin als günstigstes Hypothekarmodell beweisen wird. Das aktuell (immer noch historisch) niedrige Zinsniveau weist darauf hin, dass die Zinssätze mittel- bis langfristig eher steigen als fallen werden. Die Libor-Hypothek eignet sich nach wie vor für erfahrene Kunden, welche die Zinsentwicklung stets im Auge behalten und eine gewisse Risikotoleranz aufweisen. Kunden, welche einen markanten Zinsanstieg befürchten und welche Planungssicherheit wünschen, sollten hingegen eher davon absehen, zum jetzigen Zeitpunkt eine Libor-Hypothek abzuschliessen. Lesen Sie mehr zum Thema „Hypothekarmodelle“.

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