Günstige Hypotheken - neutrale Beratung
Rufen Sie uns an: 044 500 71 61

 

Hypothek: Studieren Sie Ihren Kreditvertrag genau!

Donnerstag, 15. August 2013
Tags: Finanzinstitut, Regulierung

Beim Abschluss von Hypotheken sollten das Kleingedruckte in den AGBs und die Klauseln im Kreditvertrag vor der Unterzeichnung besonders sorgfältig durchlesen werden. Sparen Sie sich unnötigen Ärger - diese vertraglichen Bestimmungen können nachteilig für die Konsumenten ausgelegt sein.

Der Kreditvertrag beinhaltet allfällige für den Kreditnehmer unvorteilhafte Klauseln. Achten Sie insbesondere auf weitgehende und sehr offene Formulierungen, denn deren Auslegung kann für von Nachteil sein. Ob die Banken vor Gericht Recht behalten würden, ist noch unklar, denn es gibt kaum Präzedenzfälle.

Zinserhöhung bei der Festhypothek aufgrund regulatorischer Massnahmen

Von grosser Aktualität ist die Tatsache, dass einige Finanzinstitute im Kreditvertrag die Möglichkeit vorsehen, Hypozins-Erhöhungen bei bestehenden Festhypotheken durchzuführen, falls sich aufgrund regulatorischer Massnahmen der Aufsichtsbehörden (Finma, Bundesrat, SNB) beispielsweise die Eigenmittelanforderungen erhöhen und dies zu höheren Kosten führt. Ob die Banken und Versicherungen von diesem Recht Gebrauch machen werden, um die Kosten für den im Jahr 2013 vom Bundesrat aktivierten Kapitalpuffer auf die Kunden abzuwälzen, ist noch unklar – durgesetzt hat dies nach unserem Informationsstand noch kein Institut (Stand Juli 2013).

Wertverminderung der Immobilie: Ausserordentliches Kündigungsrecht

Die Finanzinstitute räumen sich im Kreditvertrag oftmals ein ausserordentliches Kündigungsrecht bei Wertverminderung der Immobilie ein. Diese Klausel sollte jedoch nur dann gelten, wenn erhebliche Wertverhinderungen festzustellen sind – und nicht bereits bei geringfügigen Schwankungen.

Kündigungsfristen

Kündigungsfristen von 3 oder 6 Monate sind üblich: Wird die Festhypothek nicht rechtzeitig gekündigt, wird sie automatisch in eine variable Hypothek umgewandelt – für welche wiederum eine Kündigungsfrist von 3 bis 6 Monate gilt. Rahmenverträge bei Libor-Hypotheken (auch Geldmarkt-Hypotheken genannt) beinhalten übrigens generell Rahmenlaufzeiten von 2 oder 3 Jahren, bei welchen ein vorzeitiger Ausstieg grundsätzlich nicht möglich ist, resp. teuer zu stehen kommt.

Verbriefungsklausel

Häufig findet man die sogenannte Verbriefungsklausel im Kreditvertrag. Der Kreditgeber kann somit die Hypothek verbriefen und als Wertpapier auf dem Finanzmarkt an Dritte weiterverkaufen. Dabei kann sich die Bank günstiger refinanzieren. Diese Klausel ist besonders dann problematisch, wenn das Finanzinstitut die Kundendaten ebenfalls mitliefert.

Periodizität der Hypozins-Zahlungen

In Kreditverträgen sind die Zahlungen der Hypozinsen meistens quartalsweise fällig. Dies führt dazu, dass die Zinskosten insgesamt leicht höher sind. Im Gegenzug werden Sparguthaben von der Bank nur halbjährlich oder gar jährlich verzinst. Zinstermine, welche halbjährlich oder gar jährlich festgelegt sind, sind hier von Vorteil.

Indirekte Amortisation über hauseigene Produkte

Oftmals wird die indirekte Amortisation über hauseigene 3a-Produkte verlangt – dies ist besonders dann nachteilig, wenn die Verzinsung dieser Produkte schlechter ist als bei der Konkurrenz.

Asymmetrisches Verrechnungsrecht

Besonders gut ins Auge fassen sollte man das Verrechnungsrecht. Dabei räumt sich der Geldgeber das Recht ein, bei Zahlungsunfähigkeit des Kunden seine Forderungen mit den Guthaben zu verrechnen. Im umgekehrten Fall sollen die Kunden jedoch oftmals gemäss Kreditvertrag auf das Verrechnungsrecht verzichten.

Vorzeitiger Ausstieg aus der Hypothek

Wird die Hypothek durch den Kunden vor Ablauf gekündigt, kann der Kreditvertrag nur durch Entschädigung des Vertragspartners aufgelöst werden. Diese Vorfälligkeitsentschädigung kann je nach dem zugunsten der Bank oder zugunsten des Kunden ausfallen. Nun wird dies oftmals im Kreditvertrag widersprüchlich gehandhabt – einerseits muss der Kunde bei einem Zinsausfall die Bank dafür entschädigen, andererseits sehen aber gewisse Finanzinstituten eine Vergütung zu Gunsten des Kunden bei einem Zinsvorteil nicht vor.

Fazit: Kreditvertrag sorgfältig prüfen

Kreditnehmer sollten sich daher bereits vor Vertragsabschluss mit dieser Problematik befassen. Es empfiehlt sich, den Kreditvertrag nach Hause zu nehmen und diesen gründlich zu studieren. Bei einigen Instituten gibt es beim Kleingedruckten kaum Verhandlungsspielraum, bei anderen werden Streichungen und Änderungen im Kreditvertrag toleriert. Holen Sie bei Unklarheiten den Rat von einem unabhängigen Berater wie HypoPlus. Kontaktieren Sie uns hierzu unverbindlich auf der Nummer 044 500 71 61.


Jetzt günstige Hypothek finden  Fragen? Tel. 044 500 71 61

Kontaktieren Sie uns

  

044 500 71 61
Mo-Fr 8:00-18:00

  

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!