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Liegenschaftskauf im Konkubinat

Mittwoch, 21. Mai 2014
Tags: Hypothekarberatung

Das Konkubinat ist im Gesetz kaum geregelt. Daher sollten Paare, die im Konkubinat leben, den Liegenschaftskauf von Anfang an klar regeln und die passende Eigentumsform wählen.

Liegenschaftskauf im Alleineigentum

Erfolg der Liegenschaftskauf im Alleineigentum durch einen Partner allein, wird dieser folglich im Grundbuch als Alleineigentümer eingetragen. Dieser Partner kann über die Liegenschaft verfügen, mit einer Hypothek belasten oder verkaufen. Sein(e) Lebenspartner(in) hat kein Mitbestimmungsrecht. Der Alleineigentümer muss allein für die Kosten (z.B. Hypothekarzinsen, Unterhaltskosten) aufkommen.

Ein Mietvertrag zwischen beiden Parteien sorgt für saubere Verhältnisse im Konkubinat. Somit stehen dem „mietenden“ Lebenspartner zumindest die Rechte eines Mieters zu. Im Streitfall oder im Todesfall des Alleineigentümers muss zumindest die Kündigungsfrist eingehalten werden. Im Mietvertrag kann ebenfalls geregelt werden, ob und wie sich der „mietende“ Konkubinats-Partner an den Wohnkosten zu beteiligen hat.

Liegenschaftskauf im Miteigentum

Beim Miteigentum erfolgt der Liegenschaftskauf durch beide Lebenspartner im Konkubinat gemeinsam. Jedem Lebenspartner gehört die Liegenschaft im Verhältnis zu seiner Investition (z.B. 40% und 60%). Die jeweiligen Eigentumsquoten werden demensprechend im Grundbuch eingetragen und können separat veräussert werden. Eine Verwendung der Vorsorgegelder ist nur unter dieser Eigentumsform zulässig (sofern es sich um eine selbstbewohnte Liegenschaft handelt).

Liegenschaftskauf im Gesamteigentum

Beim Gesamteigentum gehört die Immobilie dem Konkubinats-Paar gemeinsam. Beim Verkauf der Liegenschaft müssen beide Partner zustimmen. Im Falle einer Trennung müssen sich beide Parteien über den Verkauf der Immobilie oder die Übernahme durch einen Partner einigen. Es mag sich durchaus lohnen, bereits beim Liegenschaftskauf zu regeln, was im Trennungsfall oder bei Tod eines Partners geschehen soll.

Liegenschaftskauf im Konkubinat: Gesellschaftsvertrag und Testament

Den gemeinsamen Liegenschaftskauf sollte das Konkubinats-Paar mit einem Gesellschaftsvertrag oder Konkubinats-Vertrag regeln (insbesondere Eigentumsverhältnisse, Trennungsfall, Tod). Darin können auch weitere Themen geregelt werden, die für das Verhältnis im Konkubinat wichtig sind.

Damit im Todesfall der überlebende Konkubinats-Partner in der gemeinsamen Liegenschaft bleiben kann, sollte das Konkubinats-Paar ein Testament aufsetzen lassen, denn ohne Sonderregelung via Testament geht der Anteil der Liegenschaft des verstorbenen Lebenspartners an seine Erben über. Hinterlässt der Verstorbene weitere Erben, sind womöglich Pflichtteile auszubezahlen. Das Konkubinats-Paar sollte sich bereits frühzeitig damit befassen und abklären, woher die finanziellen Mittel für die Auszahlung der Erben stammen sollen.

In den meisten Kantonen schmälern zudem die zum Teil happigen Erbschaftssteuersätze das Erbe, denn der vergünstigte Steuersatz gilt in der Regel nur für Personen der engen Familie und nicht für Konkubinats-Paar.

Fazit:

Beim Liegenschaftskauf im Konkubinat ist entscheidend, die wichtigsten Vorkehrungen bereits beim Kauf zu treffen und für klare Verhältnisse zu sorgen.


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